Die Überbauung Neumühlestrasse liegt am Rand des Stadtteils Töss, dem einstigen Arbeiter- und Industriequartier Winterthurs. Charakteristisch für die Umgebung sind einerseits die Industriebauten der Rieter AG, Silotürme, die Eisenbahnlinie und die Autobahn A1, andererseits die schöne Landschaft mit dem Fluss Töss und dem Eschenbergwald. Das Mehrfamilienhaus besteht aus 14 ähnlichen Maisonettetypen. Die sieben Gartenwohnungen sind vom Vorplatz her erschlossen und verfügen je über einen zum Fluss orientierten Gartensitzplatz. Die oberen Wohnungen sind über ein zentrales Treppenhaus und einen Laubengang zugänglich. Sie erhalten je eine grosse, geschützte Dachterasse.Die Raumaufteilung sieht die Wohnräume flussseitig vor, während die Nebenräume wie Küche, Bad und Treppe zum Vorplatz hin orientiert sind. Die Innenausbauten mit natürlichen Materialien sind einfach und geradlinig. Dank seiner Material- und Farbgebung hat das Gebäude einen prägnanten Auftritt. Als Fassadenmaterial wurden senkrecht montierte Scobalitplatten in kräftigem orange und blau gewählt. Die Vorgabe möglichst günstigen Wohnraum zu schaffen, zeigt sich in der einfachen Gebäudestruktur in Mischbauweise mit einschaligen, doppelgeschossigen Betonrahmen und darin eingeschobenen Leichtkonstruktionen. Die Primärtragstruktur des Hochbaus ist ähnlich einem grossen Regal betoniert. Die hinterlüfteten Fassaden werden von grossflächigen Holzelementen gebildet, die vor die Betonkonstruktionen montiert sind. Auch die kammartigen Dachaufbauten sind hölzerne Leichtkonstruktionen.
Pläne
Daten
Adresse
Planung
Ausführung
Programm
Projektteam
Verantwortlicher Partner: Beat Rothen
Bauherrschaft
Baumanagement
Michael Müller, Winterthur
