DER SCHLUSSSTEIN
Das Projekt verfolgt die Idee, die bestehenden historischen stadträumlichen Qualitäten auf dem Areal Lagerplatz weiterzudenken. Der Neubau auf dem Grundstück der Halle 141 findet als langgestreckter, vom bestehenden ZHAW Gebäude abgerückter Baukörper seinen Platz und bildet somit einen präzisen Schlussstein auf dem ehemaligen Sulzerareal. An der Tössfeldstrasse entsteht mit dem Quartierplatz eine neue Eingangssituation für die Hoch-schulnutzung und ein attraktiver Freiraum für die Bewohner. Durch seine Höhenstaffelung nimmt der neue Baukörper Bezüge zum Bestandsbau der ZHAW auf und vermittelt zu den kleiner-massstäblichen Wohnbauten im Umfeld.
DIE NUTZUNGEN I DAS GEBÄUDE ALS KLEINE STADT
Die öffentlichen Funktionen, wie Laden und Gastronomie im Erdgeschoss befinden sich in dem Kopfbau, der dem Quartierplatz und der Tössfeldstrasse zugewandt ist. Über eine angemessen dimensionierte Treppe führt der Weg kaskadenartig zu der Tätigkeitsplattform und den Ateliers im 1. und 2.OG. Aufgespannt zwischen den beiden Kopfbauten nimmt die zweigeschossig hohe Halle alle Labor- und Lagerräume auf. Die Anlieferung erfolgt platzseitig um den Kopfbau. Im bahnseitig orientierten Kopfbau stapeln sich auf vier Ebenen die Unterrichts- und Klassenräume. Direkt über der grossen Halle beginnt im mittleren Gebäudeteil die Wohnnutzung. Die zugeordneten, an der Rue Intérieure gelegenen Ateliers, die Tätigkeitsplattform und die Waschräume orientieren sich zum grünen Gassenraum. Die Tätigkeitsplattform bietet eine neue Wohn- und Lebenskultur im Alter, es wird eine berufliche Tätigkeit in diesem Lebensabschnitt und eine neue Form des Zusammenlebens ermöglicht. Die Bibliothek mit Cheminée und der Gemeinschaftsraum mit Bar sind im 1. und 3.OG einerseits zum Stadtraum ausgerichtet, gleichzeitig wird der Blick in die grüne Gasse freigegeben. Der in der Bibliothek befindliche Kamin reicht bis auf den darüber liegenden Stadtbalkon, der für die Bewohner einen zusätzlichen, attraktiven Aussenraum mit Sicht über die Stadt bietet.
DIE WOHNEINHEITEN
Alle Wohneinheiten von 40/60/80m2 sind hinsichtlich der Belichtung mit einem Süd- und Westanteil ausgestattet, die grossen Einheiten sind als durchgesteckte Wohnungen dazu noch 2-seitig belichtet. Die innere Form der Einheiten ist durch das Baukastensystem der Ausbauelemente vielfältig bespielbar für unterschiedlichste Wohnszenarien.
HAPTIK
Durch die Wahl der Materialien wird von vorn herein eine spezielle Atmosphäre gesucht. Die Decken, Böden und Wände werden roh belassen. Die gewählten Materialien sollen zwar günstig sein, aber auch mit einer besonderen Haptik belegt sein. Die Böden können als Anhydritböden so belassen werden. Die Deckenkonstruktion bleibt ebenfalls sichtbar, hier wird durch die Balkenstruktur und die Brettschichtholzelemente ein warmes Ambiente erzeugt. In jeder Einheit strukturieren die Stützen der Tragstruktur die Räumlichkeiten. Alle Trennwände sind flexibel in Trockenbauweise erstellt, sie bleiben ebenfalls mit der Gipsstruktur in weiss sichtbar.
Pläne
Daten
Adresse
Planung
Ausführung
Programm
- Räume für die Schulnutzung ZHAW
- Hörsäle und Klassenräume
- Laborhalle Fachbereich Bauingenieure
- Ateliers
- Gewerbeeinheiten
- Tätigkeitsplattformen für die Genossenschaft
- Halböffentliche Nutzungen wie Bibliothek und Bistro
- Gemeinschaftsräume
- Loftwohnungen
Projektteam
Verantwortlicher Partner: Birgit Rothen
